Das Kopfsteinpflaster rückt näher…

Schon bald wird es wieder klassisch zugehen und der internationale Radsport-Zirkus nähert sich der belgischen Region Flandern und der Hölle des französischen Nordens bei Paris-Roubaix. Grund genug schon einmal einen Blick in die noch ruhigen und menschenleeren Regionen zu werfen, die bald schon von tausenden Tifosi geströmt werden…

Flandern

Der Wald von Arenberg

Velodrome Roubaix

Bald werden an diesen Plätzen wieder die schmerzverzerrten Gesichter der Profis zu sehen sein…

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Scheint nach dem Haardoping die mediale Sonne?

Das Team Sunweb startet als eines der WorldTour-Teams in die Saison. Und nicht nur als eines der WorldTour-Teams, sondern als eines von zwei deutschen WorldTour-Teams. Allerdings scheint man sich trotz der Sonne im Namen in der öffentlichen Wahrnehmung auf einmal im Schatten wiederzufinden.

Durch den Alpecin-Einstieg und die gelöste deutsche Lizenz erfreute sich der in Holland beheimatete Rennstall von Teamchef Iwan Spekenbrink großer Aufmerksamkeit. Diese hatte zudem mit deutschen Top-Fahrern wie die ehemaligen Paris-Roubaix-Sieger John Degenkolb zu tun. Haargeladene TV-Spots des Sponsors lenkten das mediale Radsport-Interesse fast nur auf Degenkolb, Geschke und Co. Doch schon der Abgang von Marcel Kittel zu Quickstep und der dort gefeierte Lidl-Einstieg verteilte das Interesse der Medien merklich. Die Spitze des Eisbergs stellte dann der Wechsel von Top-Star Dege zu Trek-Segafredo da. Deutsche Galionsfiguren gab es kaum noch. Allenfalls der berühmteste Vollbart des Pelotons und Tour-Etappensieger Simon Geschke und mit Abstrichen Nikias Arndt sorgen in der wieder aufkeimenden deutschen Radsport-Medienlandschaft für Notizen in den Gazetten.

Diesen Umstand hat man auch in Bielefeld in der Haardoping-Hauptzentrale von Alepcin erkannt und die Reißleine gezogen. Deutsches Team hin oder her, bekannte Namen müssen den Schriftzug auf der Brust tragen. Dementsprechend entschied man sich zum Einstieg beim einstigen russischen und jetzt unter schweizer Flagge fahrenden Katusha-Team. Zeitfahrweltmeister Tony Martin nahm man gleich mit und Talent Rick Zabel wird ebenfalls in den Katusha-Dress schlüpfen.

Vielleicht müssen es nicht deutsche Fahrer sein, um werbewirksam zu sein. Das Paradebeispiel ist der zweite deutsche Rennstall unter den Top-Teams. Bora-Hansgrohe leistete sich aufgrund einer kräftigen Specialized-Finanzspritze einfach den bekanntesten Rennfahrer der Welt. Alle Welt schaut auf den Weltmeister Peter Sagan der im Bora-Regenbogentrikot die Straßen des Planeten bereist und so auch hierzulande dem Rennstall aus Raubling eine große Publicity beschert.

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Im Windschatten des Weltmeisters

Der König ist gelandet! Peter Sagans erster Rennauftritt im Trikot von Bora-Hansgrohe endete bei der Tour Down Under vielleicht nicht mit einem Sieg, war aber durchaus erfolgreich. Das hatte auch damit zu tun, dass der König durchaus bereit war öfter im Rennen die eigenen Ambitionen zurückzustellen und sich in den Dienst seines Gefolges zu stellen.

Die große Sagan-Bora-Show birgt das Risiko, dass der Rennstall aus Raubling nur noch mit dem Weltmeister assoziiert wird. Teammanager Ralph Denk wies unlängst darauf hin, dass sein Rennstall nicht nur aus Sagan und den beiden Rundfahrtspezialisten Rafal Majka und Leopold König besteht. Den Sagan-Fokus der Öffentlichkeit scheint man aber zum Anderen als Chance zu begreifen. Im Schatten des Superstars können sich junge Fahrer in Ruhe und ohne Druck entwickeln. Ein Emanuel Buchmann oder Pascal Ackermann wird zusätzliche Motivation aus der Anwesenheit Sagans ziehen.

Sagan selber macht aus, dass er die Aufmerksamkeit auch gar nicht für sich beansprucht, sondern sich einfach nur als Teil des Teams sieht. Vielleicht hat er seinen eigenen Pressesprecher oder Soigneur, aber im Rennen gibt er sich als uneingeschränkter Teamplayer. Auf der ersten Etappe stellte er sich in den Dienst von Sprinter Sam Bennett und somit seine eigenen Chancen auf den Sieg auf der Auftaktetappe in den Hintergrund. Auf der Königsetappe zum Willunga Hill trug der Slowake zudem viel dazu bei Jay McCarthy optimal in Stellung zu bringen, was dem Australier den dritten Platz einbrachte.

Bleibt also festzuhalten, dass es sich im Windschatten des Weltmeisters gut radeln lässt. Zumindest bei den Rennen, die Peter der Große nicht auf seiner Agenda hat.

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Der Tifosi-Stress beginnt!

Aufwachen aus dem Winterschlaf! Die Saison 2017 steht an der Startlinie, die People´s Choice Classic ist bereits vorüber und die Blicke der Radsportwelt gehen nach Down Under.

Somit beginnt gerade bei den ersten Rennen die stressige Zeit der Radsport-Tifosi. Immerhin gilt es eine Menge aufzuarbeiten. Viel altbekannte Teams tummeln sich im Peloton, fahren aber auf einmal mit anderen Trikots oder gar anderen Namen durch Australien.

Vorbildlich macht es da das Team Sky. Es gab zwar einen Ausrüsterwechsel von Rapha zu Castelli, aber der lernfaule Tifosi wird sich darüber freuen, dass die einzige optische Änderung in ein paar zarten weißen und blauen Längslinien liegt. Hauptsache aus der Helikopterperspektive bleibt alles beim Alten! Tifosi-Herz was willst du mehr.

Herausfordernder stellen es da schon die Herren von Trek-Segafredo an. Aus weiß-schwarz mit ein bisschen rot wird rot-schwarz mit ein bisschen weiß. Diese Beschreibung klingt verwirrender als sich der Zwirn der US-Boys optisch darstellt.

Dann gibt es die Gruppe der Teams, die uns durch Namensänderungen versuchen, den Start ins Jahr 2017 ein wenig zu erschweren. Dies gelingt im Fall von Quickstep-Floors weniger gut. Kaum jemandem dürfte aufgrund der kaum vorhandenen optischen Veränderung von Marcel Kittels Arbeitsbekleidung auffallen, dass der Zusatz Etixx fehlt. Ähnlich verhält es sich beim Team Sunweb, deren Namenszug eigentlich nur das Alpecin-Logo der Vorjahres ersetzt.

Schwieriger gestaltet es sich höchstens die Fahrer und Trikots spätestens bis zum Start auf dem Kontinent auf dem Schirm zu haben. Alberto Contador ist nach langer Zeit nicht mehr in grellgelb, sondern im dezenten rot-schwarz des Trek-Teams unterwegs. John Degenkolb nutzt zudem eben diese Garderobe. Auf Vincenzo Nibalis Schultern sucht man vergebens nach den türkisen Astana-Farben und muss sich an den orientalischen blau-rot-goldenen Bahrain-Merida-Zwirn gewöhnen.

Wie froh können wir doch sein, dass Peter Sagan uns das Leben optisch einfach gemacht hat und den Gefallen tut weiter im Regenbogentrikot die Straßen der Welt unsicher zu machen. Und das obwohl der Arbeitgeber jetzt Bora-Hansgrohe heißt und seine berufliche Heimat jetzt Raubling ist.

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

 

Alpecins Imagedoping für Katusha

“Doping für die Haare” lautet der Alpecin-Slogan, der allerseits bekannt ist. “Doping für das Image” könnte der Slogan jetzt nach dem Einstieg als Co-Sponsor im russisch-dominierten Katusha-Team sein. Den besten Ruf hat die Mannschaft sich seit ihrer Gründung nicht erarbeitet. Viel zu oft ging es in erster Linie um positive Dopingbefunde und der Ruf der etwas zwielichtigen Mannschaft eilte den Russen voraus. Daran konnte auch der kurzzeitig engagierte deutsche Manager Hans-Michael Holczer nichts ändern.

Jetzt soll alles anders werden. Mit Alpecin fand sich in deutscher Co-Sponsor und die Internationalisierung des Teams wird vorangetrieben. Nicht nur die neuen deutschen Geldgeber, sondern auch der neue Manager Jose Azevedo soll dazu beitragen. Der Portugiese war bisher sportlicher Leiter und steigt nun zum Sportchef auf. Zudem wurde dank des schweizer Teamsitzes in Genf jetzt auch eine schweizer Lizenz gelöst. So bleibt wirklich fast nur noch der Name Katusha russisch.

Dies spiegelt sich auch im Kader wieder. Lediglich eine handvoll russischer Fahrer steht noch unter Vertrag. Unter ihnen die große Rundfahrthoffnung Ilnur Zakarin. Ansonsten kommt das fahrende Personal von überall her. Unter anderem wurden mit Zeitfahrweltmeister Tony Martin und Rick Zabel auch zwei deutsche Fahrer in die Mannschaft geholt. Daneben wird auch im Personal hinter dem Team viel deutsch gesprochen, unter anderem durch den langjährigen sportlichen Leiter Torsten Schmidt.

Dank dem deutschen Einfluss soll jetzt endgültig der Imagewandel vollzogen werden. Nicht zuletzt durch das Alpecin-Doping. Der Weg der Mannschaft scheint vor dem Hintergrund der aufgedeckten Machenschaften im russischen Sport der einzig Richtige zu sein.

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

7,8 oder 9?

7,8,9 – das sind im Moment die Zahlen die den Radsport beschäftigen. Wie viele Fahrer dürfen 2017 bei welchem Rennen starten und welche Konsequenzen haben die Teams zu befürchten?

Weniger Fahrer bedeuten auch weniger Unfallgefahr. So leicht ist die Rechnung der UCI. Insgeheim geht mit der Neuregelung auch die Hoffnung einher die Rennen, gerade die Tour de France, ein wenig spannender zu gestalten. Während das Team Sky acht bärenstarke Fahrer um ihren ohnehin schon überlegenden Kapitän Chris Froome scharen konnte, sollen es 2017 nur noch sieben Domestiken sein. Ob der Effekt vor dem Hintergrund eintreten wird, dass ja auch die anderen Kapitäne einen Helfer weniger zur Verfügung haben werden, bleibt abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass es schwerer wird mit einer geringeren Anzahl von Profis ein Rennen zu kontrollieren. Dies gilt wohl noch mehr für die Grand Tours als für die Klassiker und kleineren Etappenrennen, die künftig wohl mit sieben Fahrern pro Team bestritten werden.

Negativ könnte sich diese Neuregelung allerdings vor allem auf die Teams auswirken, die mit dualen Interessen ins Rennen gehen. So war unlängst von Trek-Segafredo-Manager Luca Guercilena zu hören, dass er es für schwierig hält sowohl Alberto Contador für die Gesamtwertung als auch seinen neuen Sprintstar John Degenkolb zu supporten. Bedeutet die UCI-Neuregelung vielleicht Deges Tour-Aus? Auch andere Teams wie FDJ mit Thibaut Pinot und dem endschnellen Arnaud Demare müssen sich die Frage nach ihren Zielen noch deutlicher stellen als sonst.

Weniger Plätze in den Teams werden vor allem einen noch härteren internen Kampf bedeuten. Das Rennen vor dem Rennen wird gerade vor den großen Ereignissen spannender denn je!

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Der Radsport im November

Es ist kalt. Es ist nass. Die Crossräder und Winterschlampen werden bereit gemacht, um den Massen von Laub und Dreck auf den Wegen Herr zu werden. Im Profizirkus stehen die edlen Carbonrenner ebenfalls still. Urlaubsfotos statt gequälte Gesichter im Renngeschehen gibt es derzeit in den sozialen Medien zu sehen.

Es ist also wieder Zeit für den Radsport abseits der Straße. Reformen werden gemacht, letzte Neuverflichtungen getätigt und die Säbel rasseln hier und da. So hat die UCI beschlossen insgesamt 18 Teams für die WorldTour zuzulassen. Aufatmen darf in erster Linie das Team Dimension Data, dass aufgrund der niedrigsten Anzahl von Weltranglistenpunkten zittern musste. Für Bora-Hansgrohe und die neue Formation Bahrain-Merida wird dies wohl die sichere Zugehörigkeit zum illustren Radsportzirkel bedeuten.

Fest steht jedoch auch, dass die Zugehörigkeit zur WorldTour schon ab der kommenden Saison einen enormen Mehraufwand bedeuten wird. Statt bisher 27 Rennen werden schon 2017 insgesamt 37 Rennen im Kalender stehen, die alle Teams der ersten Liga bestreiten müssen. Dazu soll gerüchtweise noch die Tour of Guangxi in China kommen. Nicht alle Mannschaften sind Freunde dieser Reform, die einen enormen finanziellen Mehraufwand für die Rennställe bedeutet. Gerade die französischen Teams mit FDJ an der Spitze kritisieren diese Entwicklung. Mehr Pflichtrenntage bedeuten ebenfalls weniger Chancen sich in der Heimat Fans und Sponsoren zu zeigen. Internationalen Sponsoren ist dies egal, aber Geldgebern wie der französischen Lotterie vielleicht weniger.

Die UCI will neue Märkte erschließen und muss dabei vorsichtig sein die kleineren Teams nicht aus ihrem finanziellen Gleichgewicht zu bringen. Erfreulich aus deutscher Sicht ist hingegen die Aufnahme der Klassikers Eschborn-Frankfurt, wo man sich am 01.Mai über ein sehr starkes Fahrerfeld freuen darf.

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Vive le Düsseldorf

Vive le Düsseldorf müssen wir in diesen Tagen wohl sagen. Die Saison ist vorbei und die Saison ist vielleicht nicht ganz nach Plan verlaufen und trotzdem kann gefeiert werden. Das drittgrößte Sportevent der Welt wird 2017 in Düsseldorf gestartet. Nach dem Prolog dreht das Fahrerfeld noch eine ausgiebige Schleife durch Nordrhein-Westfalen ehe man sich in Richtung Niederlande verabschiedet.

Der Aufschwung im deutschen Radsport lässt sich auch im Fahrerfeld deutlich erkennen. Zwei WorldTour-Teams unter deutscher Flagge werden höchstwahrscheinlich an den Start gehen. Sunweb-Giant hat seinen Status sicher, während Bora-Hansgrohe noch auf die Aufnahme in den elitären Kreis wartet. Dank dem weltmeisterlichen Wiederholungstäter Peter Sagan in den eigenen Reihen dürfte dies aber gelingen. Zudem darf sich die Shampoomarke Alpecin im neuen Katusha-Gewand den einheimischen Fans präsentieren.

Das Medienecho war zudem sehr positiv, was sich auch in der Vergangenheit des öfteren anders dargestellt hat. Es bleibt zu hoffen, dass alle Beteiligten diese große Chance sehen und ergreifen, den deutschen Radsport endlich wieder aus seinem Dornröschenschlaf zu holen.

In diesem Sinne…vive le Düsseldorf!

Euer Barista

Kittel, der Gorilla und der Regenbogen

Andre Greipel

Sehr bald geht es wieder um das weiße Trikot mit dem Regenbogenstreifen. Selten standen die Vorzeichen in den letzten Jahren so gut einen deutschen Weltmeister feiern zu können wie in diesem Jahr in Katar. Der flache Kurs wird die schnellen Jungs bevorzugen und an denen mangelt es in deutschen Landen traditionell nicht.

Gleichzeitig besteht aber das viel diskutierte Luxusproblem. Die erste Entscheidung ist gefallen. Es heißt nicht Andre Greipel oder Marcel Kittel sondern Andre Greipel UND Marcel Kittel. Kann das klappen? Greipel soll die Kapitänsrolle übernehmen und Kittel für die Gorilla den Sprint anziehen. Soweit die Theorie.

In der Vergangenheit hat es derartige Situationen zuhauf gegeben. Bei den Australiern hatte die Rivalität zwischen Simon Gerrans und Michael Matthews jedoch dazu geführt, dass man 2015 den möglichen Titel verpasste. Beide Profis fuhren gegeneinander, statt füreinander, weil sie sich in einer guten Ausgangsposition sahen.

Viel Raum für die beiden Platzhirsche wird es nicht geben sich auf den Straßen unweit der Wüste zu behaken. Die Konkurrenz wartet nur auf derartige Geschehnisse. Die Briten werden Mark Cavendish lancieren, um ihn zum zweiten WM-Titel nach 2012 zu ziehen. Die Italiener können sich auf Bahnolympiasieger Elia Viviani und auf Giacomo Nizzolo berufen. Auch die Franzosen dürften mit Arnaud Demare und Nacer Bouhanni nicht chancenlos sein und in Norwegen schauen alle Augen auf Alexander Kristoff, der im nächsten Jahr in Bergen als Titelverteidiger in der Heimat starten würde.

Die Deutschen und vor allem die beiden Protagonisten Greipel und Kittel haben es selber in der Hand Geschichte zu schreiben. Das Team muss nur funktionieren…

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

 

Das heiße Rennen um die WorldTour-Plätze

So können sich die Dinge ändern. Während es in den vergangenen beiden Jahren fast zu wenig Bewerber um die Plätze in der ersten Liga des Radsports gab, gibt es jetzt fast zu viele. Teams wie IAM (2015) und Dimension Data (2016) wurden fast eingeladen dem illustren Kreis beizuwohnen, damit kein Platz offen blieb.

Durch den Rückzug von Tinkoff und IAM schien es in diesem Jahr fast ähnlich zu laufen. Zwar hatte das Bora-Argon18-Team Pläne geäußert, doch wie realistisch dieses Vorhaben für 2017 war, wusste zu Anfang dieser Saison niemand. Erst die Causa Sagan und das starke (finanzielle) Engagement der Firma Specialized machten den Aufstieg möglich.

Vincenzo Nibali

Aus der Wüste kam die Information, dass man sich in Bahrain dem Thema Radsport widmen will und gleich Pläne hegt in der WorldTour zu starten. Das Geld fließt auch dank des Merida-Einstiegs und spätestens nach der Verpflichtung von Vincenzo Nibali gibt es wenige Zweifel, dass die von Brent Copeland gemanagte Mannschaft einen der begehrten Plätze ergattern wird.

Der Merida-Ausstieg beim traditionsreichen italienischen Lampre-Team schien zudem schwerwiegende Folgen zu haben. Guiseppe Saronni hatte schon mit seinem Team in der zweiten Liga auf ProContinental-Level geplant. Die WorldTour soll sowieso ein Team weniger als in diesem Jahr beherbergen, so dass die Rechnung aufging.

Allerdings kommen jetzt ein paar Unruhestifter aus China, die die Pläne einiger Teams durchkreuzen. TJ Sports heißt die Investment-Firma die das Lampre-Team kaufte und vor dem Absturz retten will. Somit ist der WorldTour-Status des Saronni-Teams gesichert.

Man sollte denken, dass Bora oder das Bahrain-Team deshalb sich weiterhin oder erstmal mit einer ProContinental-Lizenz begnügen müssen, doch beide Mannschaften haben sich durch ihre genannten Neuverpflichtungen auch massig Weltranglistenpunkte eingekauft. So muss plötzlich das Team bangen, das in diesem Ranking am Ende der WorldTour-Teams steht und das heißt Dimension Data. Für Mark Cavendish und Co bleiben nur noch wenige Gelegenheiten, um die Bilanz aufzubessern. Das Rennen hinter den Kulissen wird auf jeden Fall spannend bleiben…

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista