Tour de Germany

Die Tour de France rollte in den vergangenen Wochenende durch Frankreich und so ganz heimlich wurde sie auch zur Tour de Germany. Ok gewonnen hat ein Brite mit Chris Froome, aber die deutschen Fahrer und Teams zählten zweifelsohne zu den Protagonisten. Warum?

11 der 21 Etappen und damit über die Hälfte gingen entweder an deutsche Fahrer oder Teams. Zudem wurden zwei der vier Wertungstrikots direkt oder leicht indirekt gestern auf dem Champs Elysees in deutsche Hände gegeben. Warren Barguil gewann die Bergwertung und sein Sunweb-Teamkollege Michael Matthews das grüne Trikot. Die deutsche Sunweb-Equipe steuerte zudem durch die beiden eben genannten Herren jeweils zwei Etappensiege bei. Auch das schwer von Stürzen und DER Disqualifikation von Peter Sagan gebeutelte Bora-Hansgrohe-Team steuerte zwei Etappensiege durch den Weltmeister und Maciej Bodnar im Zeifahren bei.

Der deutsche Erfolgslieferant war indes Marcel Kittel mit seinen insgesamt fünf Etappensiegen. Leider musste der Quickstep-Sprinter die Tour und damit den Kampf ums grüne Trikot aufgeben. Aber dafür sprang je dann der aussie-deutsche Bling Matthews ein. Leider konnten sich zudem die beiden Hoffnungen John Degenkolb und Andre Greipel in diesem Jahr nicht in die Siegerlisten eintragen. Dafür manövrierte Christian Knees jedoch seinen Captain Chris Froome zum Tour de France-Sieg.

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Was tun am Ruhetag?

Heute ist er gekommen. Und das sogar zum zweiten Mal im Verlauf von drei Wochen Tour de France – der zweite Ruhetag ist da und bricht den Tagesrhythmus des geneigten Radsport-Tifosis. Sechs bis sieben Stunden des Tages sind sonst fest verplant durch die Liveübertragung der Etappe und heute herrscht nichts als Tristesse. Was kann man also tun?

Selbst ist der Mann oder Frau

Rauf auf´s Rad! Für alle die ihren arbeitstechnischen Tagesrhythmus sowieso der Tour de France aungepasst haben und jetzt einen freien Nachmittag vor sich haben, sei eine Tour ans Herz gelegt. Statt nur vor dem Fernseher mitzuschwitzen, bietet sich heute die Gelegenheit selber ein wenig aktiven Radsport zu betreiben. Vielleicht ist genau das in den letzten Tour-Wochen ja zu kurz gekommen…

Twitter, Facebook und Co

Das Studium der sozialen Medien kann zumindest kurzweilig für Entspannung oder Tilgung der Langeweile sorgen. Da auch die Fahrer heute nicht viel zu tun haben, widmen sich eben diese heute noch intensiver als sonst ihren Twitter-, Facebook- oder Instagram-Accunts und versorgen uns mit allerlei Material. So viele in die Kamera lächelnde Helden der Landstraße in französischen Straßencafes bekommt man nur selten zu Gesicht wie es heute der Fall ist.

Mit Freunden fachsimpeln

Vielleicht sollte man sich auch selber einfach ins Cafe setzen und mit ein paar guten Freunden fachsimpeln. Schließlich wird man heute nicht vom in den letzten Tagen allzu spannenden Renngeschehen abgelenkt. Wer gewinnt die Tour? Schafft es Aru auch ohne Teamunterstützung?  Sollte Peter Sagan zumindest für die letzte Etappe in Paris wieder zugelassen werden? Heute kann man sich in aller Ruhe den wichtigen Themen widmen.

Putzen

Unter Umständen ist aber auch die eigene Radpflege zwischen Arbeitsalltag und abendlicher Ausfahrt ein wenig zu kurz gekommen. Schließlich hat ein Nicht-Tour-de-France-Tag sechs bis sieben Stunden mehr zu bieten. Heute sollte man sich also dem eigenen Ross ein wenig widmen und im die Liebe und Fürsorge zukommen lassen, die ihm in den letzten Tagen versagt geblieben ist.

Eine gute Nachricht gibt es auf jeden Fall…morgen geht es weiter mit der Grande Boucle und die Ruhetags-Tristesse hat ein Ende!

In diesem Sinne…au revoir und bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Von der Saga(n) bis Chambery

Was für eine Tour-Woche liegt dort hinter uns. Ellbogen, Stürze, ungeschriebene Gesetze, Zeitlimits…alles war vertreten…

Die Sagan-Saga

Für den großen Aufreger sorgte ein Fahrer der jetzt (leider) nicht mehr dabei ist. Der Rockstar des Radsports Peter Sagan musste die Tour nach seinem vermeintlichen Bodycheck gegen Mark Cavendish verlassen. Die Welt diskutierte dieses Thema. Lehnte sich Cav zuerst an den Weltmeister an? Wurde er überhaupt vom Ellbogen getroffen? Man könnte sich wochenlang auslassen. Für Sagan gilt es jetzt eher eine sinnvolle Beschäftigung während der noch unverhofften zwei Urlaubswochen zu finden und sich auf den bald erwarteten Nachwuchs im Hause des Weltmeisters zu freuen.

Bitte lächeln!

Vielleicht sollten sich die Fahrer demnächst angewöhnen bei der Zielpassage ihr schönstes Fotolächeln aufzusetzen. Gleich zwei Mal mussten die Kameras in der ersten Tour-Woche bedient werden, um den Sieger des Tages zu ermitteln. Marcel Kittel war gegenüber Edvald Boasson Hagen der erste Nutznießer. Warren Barguil versuchte es in Chambery mal damit zielsicher die Faust in die Luft zu reißen. Es war ein kurzer Moment der Freude denn auf dem Tagespodium stand am Ende Rigoberto Uran.

Gekämpft wird hinten

Während alle Augen auf dem Fight der Favoriten gerichtet sind, geht der richtige Kampf eher hinten ab. Das Zeitlimit war das große Thema der Chambery-Etappe und leider erwischte es gleich eine Vielzahl an Fahrern. Arnaud Demare hatte es am Vortag dank seiner Teamkollegen Mikael Delage und Ignatas Konovalovas noch geschafft, doch am Ende des vermeintlichen Königsetappe musste gleich das komplette FDJ-Trio die Segel streichen. Auch Juraj Sagan traf es, der berets am Vortag litt und die Etappe als Letzter beendet hatte. Matteo Trentin und Mark Renshaw verabschiedeten sich ebenfalls in den vorzeitigen Urlaub.

Das neue Traumpaar

Freunde fürs Leben werden Chris Froome und Fabio Aru nach der gestrigen Etappe wohl nicht mehr werden. Wieder einmal kann man über die ungeschriebenen Gesetze diskutieren und ob man einen Leader der Probleme hat angreifen sollte. Aru wusste angeblich von nichts als er unter Froomes gehobener Hand hindurch attackierte, der gerade sein Begleitfahrzeug wegen einem technischen Defekt rief. Richie Porte war es schließlich der zum Fairplay aufrief und später das Rennen wie auch Geraint Thomas, Robert Gesink und Manuele Mori nach einem Sturz verlassen musste.

Gönnen wir den Fahrern ihre Ruhe heute und freuen uns auf zwei weitere heiße Tour-Wochen!

In diesem Sinne…au revoir und bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

 

Vive la Düsseldorf

Es war die deutsche Radsport-Party des Jahres. Über eine Million Zuschauer erlebten den Grand Depart in Düsseldorf live an der Strecke. Und das trotz widrigen Wetterbedingungen. Gerade den deutschen Profis im Feld war anzusehen, wie besonders diese Kulisse für sie war.

Ob Rheinkniebrücke, Oberkasseler Brücke, Kö oder an der Messe im Start- und Zielbereich – es war kaum noch ein freier Platz zu finden. Tony Martin sagte nach dem Prolog, dass er teilweise seinen Funk nicht hören konnte, weil ihn die einheimischen Fans am Straßenrand feierten. Wer gedacht hatte, der Tour-Start in Deutschland würde ein wenig verhalten ablaufen, irrte gewaltig.

Auch am zweiten Tour-Tag war das Bild ähnlich. Ob am Start, in Erkrath, Meerbusch, Büttgen, Mönchengladbach oder Aachen…überall säumten tausende Tifosi die Strecke. Selbst in unbesiedelten Streckenabschnitten wurde am Straßenrand im Regen ein großes Radsportfest gefeiert.

Der Radsport in Deutschland lebt…schön war es!

Au revoir…und bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Die glorreichen 16

Speziell für 16 Fahrer wird am kommenden Samstag beim Grand Depart in Düsseldorf ein Traum in Erfüllung gehen. Denn diese Fahrer werden ihre Tour de France in der Heimat starten dürfen. Eine so große Anzahl deutscher Profis konnte schon lange nicht mehr beim größten Radsport-Event der Welt begrüßt werden. Grund genug mal einen Blick auf die Protagonisten zu werfen, deren Rollen und Ziele unterschiedlicher nicht sein könnten…

Bora und Katusha schicken deutsche Trios

Marcus Burghardt

Für Bora-Hansgrohe und Katusha-Alpecin werden jeweils gleich drei Fahrer aus der Heimat am Start stehen. Bei Bora dürfte vor allen Dingen der frischgebackene deutsche Meister Marcus Burghardt optisch herausstechen. Neben ihm wird der junge Rundfahrtenspezialist Emanuel Buchmann und der endschnelle Rudi Selig am Start stehen. Bei Katusha hegt insbesondere Tony Martin große Ziele. Das gelbe Trikot am ersten Tour-Tag in Düsseldorf soll her. Seine beiden Landmänner und Tour-Rookies Nils Politt und Rick Zabel werden primär als Helfer für den Sprintkapitän Alexander Kristoff im Einsatz sein.

Die beiden Sprintschwergewichte

Speziell in der ersten Tour-Woche werden auch wieder die beiden Sprintschwergewichte Marcel Kittel und Andre Greipel im Fokus stehen. Zudem will auch John Degenkolb bei den Entscheidungen auf flachem Terrain ein gewichtiges Wörtchen mitsprechen. Gerade Greipel kann sich durch Marcel Sieberg wieder wichtiger einheimischer Unterstützung sicher sein.

Sunweb und zwei gelbe Helfer

Das zweite deutsche Team im Bunde neben dem Bora-Rennstall ist das Team Sunweb. Dort werden mit Nikias Arndt und dem bereits zum Tour-Etappensieger gekrönten Simon Geschke zwei deutsche Profis starten. Die letzten beiden schwarz-rot-goldenen Profis unterscheiden sich höchstens aufgrund ihres Alters. Christian Knees und Jasha Sütterlin haben jedoch dieselbe Aufgabe zu erfüllen. Knees soll bei Sky seinen Captain Chris Froome beschützen und im flachen Terrain Tempo bolzen, während Tour-Debütant Sütterlin bei Movistar Tempobolzer für die Kapitäne Nairo Quintana und Alejandro Valverde ist. Zu diesen Fahrern gesellen sich Paul Martens und Robert Wagner, die beide von ihrem Team LottoNL-Jumbo in die Grand Boucle geschickt werden.

Egal welche Rolle diese glorreichen 14 ausführen werden. Alle erwartet wahrscheinlich der einzige Tour de France-Start in der Heimat. Auf das sie in Düsseldorf ein unvergessliches Erlebnis haben werden.

In diesem Sinne…au revoir und bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Die Tour kommt…

…immer näher und schon sehr bald ist Düsseldorf der Schauplatz des Radsports. Die Dauphine Libere, Tour de Suisse und Route du Sud sind vorbei und die Teammanager zerbrechen sich die Köpfe, welche neun Fahrer final für ihre Mannschaften am Start stehen werden.

Vor allem die deutschen Fahrer werden alles dafür tun, in diesem Jahr einen der heißbegehrten Plätze zu ergattern. Während einige einheimische Profis ihre Plätze fast sicher haben, zittern andere Jungs noch um ihre Teilnahme. So zum Beispiel Christian Knees, der gerne einen Platz im Starensemble von Sky haben würde. Die Zeichen stehen gut, den Kneesi durfte unlängst an den Recon-Fahrten an der Seite von Titelverteidiger Chris Froome in den französischen Alpen teilnehmen. Eine Maßnahme, die das Sky-Management nicht unternommen hätte, wenn der Rheinbacher nicht ein wirklich ernst zunehmender Kandidat wäre.

Eine ähnliche Rolle nimmt bei Movistar ein junger deutscher Fahrer ein. Jasha Sütterlin könnte wichtige Helferdienste für seine Kapitäne Nairo Quintana und Alejandro Valverde übernehmen. Heimlich, still und leise hat sich der Zeitfahrspezialist mit seinem großen Motor in den erweiterten Tour-Kader gefahren. Wir drücken die Daumen!

Andere können sich ihrer Teilnahme fast sicher sein. So zum Beispiel Tony Martin. Das Ziel ist klar definiert – gelbes Trikot nach dem Prolog in Düsseldorf. Ein gelbes Märchen im Herzen in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt würde uns sicherlich allen schmecken.

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Big T und das rosane Spannungsbarometer

Das rosane Spannungsbarometer schnellte gerade im Verlauf der letzten Woche des Jubiläums-Giros in ungeahnte Bereiche. Uns Tifosi wurde eine große Show und die vielleicht spannendste Grand Tour der letzten Jahre beschert.

Alles sah harmonisch aus und der große Tom Dumoulin schien durch nichts zu erschüttern zu sein. Doch das Rennen endet eben erst in Mailand. Wenn wenn dann auch noch ein unverhofftes menschliches Bedürfnis auf der Stelvio-Etappe Big T zu einem unverhofften Stop am Wegesrand zwingt, wird es nochmal richtig spannend. Nairo Quintana und Vincenzo Nibali vergaßen auf einmal, dass sie sich eigentlich nicht ganz so grün sind und hatten auf einmal in Dumoulin einen gemeinsamen Lieblingsgegner gefunden. So witterte auf einmal aus dem Schatten heraus Thibaut Pinot seine Chance. Wenn drei sich streiten, hätte sich beim Giro durchaus auch der Vierte freuen können. Dazu kam der nimmermüde Russe Ilnur Zakarin, den man bis zum Schluss nie abschreiben durfte.

Am Ende spielte Big T dann aber seine Stärken im letzten Zeitfahren aus und sicherte sich einen knappen 31-Sekunden-Vorsprung. Wenn das Spannungsbarometer der Tour de France ähnlich ausschlagen sollte, können wir uns auf ein noch größeres Radsportfest freuen. Man kann nur sagen Grazie Giro!

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Der fliegende Holländer

Der Giro wird dominiert von einem fliegenden Holländer. Wird das aber auch noch in der finalen, sehr schwierigen letzten Woche der Fall sein?

Bis jetzt präsentiert sich der eigentlich als ausgewiesen guter Zeitfahrer bekannte Tom Dumoulin in einer prächtigen Verfassung. Der Anstieg nach Oropa knnte ihm nichts anhaben und vor allem ließ sich der äußerst cool agierende Dumoulin auch nicht auf die Spielchen eines Nairo Quintana ein. Der wollte ihn mit seinen ständigen Attacken immer wieder aus der Reserve locken. Stattdessen fuhr der Mann im Maglia Rosa mit stoischer Rolle jedes Loch zu, um am Ende selber zu attackieren.

Gleich morgen steht allerdings ein richtiges Brett auf dem Etappenplan und Dumoulin wird sich ganz neu beweisen müssen. Der Passo Mortirolo, der Stelvio und der Umbrailpass müssen auf der Königsetappe bezwungen werden auf dem Weg hinunter nach Bormio. Gerade Quintana, aber auch Vincenzo Nibali und Co müssen Zeit gut machen und morgen bietet sich vielleicht sogar schon mit einer langen Flucht die Gelegenheit. Vielleicht könnte Nibali mit seinen hervorragenden Abfahrerqualtitäten ein wenig Zeit gut fahren. Oder gibt es sogar eine Quintana/Nibali-Koalition gegen den fliegenden Holländer in pink. Denkbar ist alles und beide müssen vor dem abschließenden Zeitfahren mit einem soliden Vorsprung ins Rennen gehen, um eine Chance auf den Gesamtsieg beim Jubiläums-Giro zu haben.

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Nairo und ein Biker

Nairo Quintana hat sich das Maglia Rosa übergestreift. Zumindest bis zum schweren Zeitfahren, das nach dem heutigen Ruhetag auf dem Giro-Menuplan steht. Dort wird vor allem Tom Dumoulin versuchen, ihm wertvolle Sekunden der gar Minuten im Kampf um das rosane Trikot abzuknöpfen.

Das Gesprächsthema am ersten Ruhetag ist jedoch kein Radfahrer, sondern ein Motorradfahrer. Und nein es geht nicht um mechanisches Doping. Ein Motorrad-Polizist hatte sich gestern einen etwas ungünstigen Parkplatz ausgesucht und mit seinem Manöver in erster Linie die kompletten Giro-Hoffnungen des ambitionierten Sky-Teams zunichte gemacht. Sowohl Geraint Thomas als auch sein Co-Kapitän Mikel Landa wurden durch den Sturz wohl aller Chancen beraubt. Der Waliser versuchte es zumindest den Zeitverlust in Grenzen zu halten, musste am Ende am Blockhaus fast fünf Minuten Rückstand auf den späteren Sieger Quintana einstecken.

Am Ruhetag stellen sich zwei zentrale Fragen? Hat sich der Motorradfahrer falsch verhalten und hätte Movistar daraufhin warten müssen? Der Motorradfahrer hat mit Sicherheit einen Fehler gemacht. Sportlich wäre es zudem gewesen wenn Movistar zumindest für ein, zwei Kilometer das Tempo herausgenommen hätte. Immerhin lagen mit Thomas, Landa, dem leider ausgeschiedenen Wilco Kelderman und Adam Yates gleich vier aussichtsreiche Fahrer auf dem Asphalt. Allerdings hätten die spanische Mannschaft durch ein solches, wenn auch faires Manöver, die komplette vorangegangene Tempoarbeit ein wenig umsonst gemacht.

So ist eben der Radsport. Und es zeigt einmal mehr, dass selbst eine dreiwöchige Rundfahrt an einem Tag verloren gehen kann.

In diesem Sinne…ciao tutti…und bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Die pinke Zeit des Radsports

Die pinke Zeit des Radsports ist angebrochen. Für viele Tifosi sind die drei Giro d`Italia-Wochen die Schönsten im Rennkalender. Medial steht der Giro vielleicht im Schatten der Tour de France, doch unter Umständen ist er sogar die schönere Rundfahrt.

Nicht so durchgeplant und immer für eine Überraschung gut. So geht es im Giro zu. Da bleibt schon mal ein Teambus wie der von Trek-Segafredo auf dem Weg zum Hotel in einer viel zu kleinen Seitenstraße hängen. Doch keiner nimmt irgendwem solche Dinge übel. Zum hundertsten Geburtstag der Rundfahrt schon gar nicht. Nirgendwo sonst wird so rosa-rot auf den Radsport geschaut. Und das ist gut so!

Die Insel Sardinien ist verlassen und mit Andre Greipel durfte sich auch ein Deutscher bereits mit der pinken Oberbekleidung schmücken. Die größte Show lieferte indes ein Österreicher gleich zum Auftakt. Der Auftritt von Lukas Pöstlberger ließ die Herren von Bora-Hansgrohe strahlen. Da narrt ein Fahrer mit einer ungeplanten Attacke alle Sprinter und fährt ins Maglia Rosa. Bei der durchgeplanten Tour wäre dies vielleicht so nicht passiert.

Heute steht der erste Showdown am Vulkan Etna an. Erstmals könnte es in der Gesamtwertung deutlichere Zeitunterschiede geben. Und der Giro hält bestimmt zum Geburtstag wieder Überraschung bereit.

In diesem Sinne…ciao tutti…und bis die Tage an der Bar!

Euer Barista