Der Double-Macher

Chris Froome hat es geschafft! Froomedog hat nach der Tour de France auch die Spanien-Rundfahrt gewonnen und damit einen historischen Erfolg eingefahren. Ein Mann war dabei sechs Rennwochen lang an seiner Seite: Christian Knees!

Kneesi ist das was man gemeinhin als Super-Domestike bezeichnet. Aber was macht genau diesen Super-Domestiken aus? Einfach das er immer da ist, wo er sein muss. Und genau das trifft auf den Rheinbacher zu. Genau deshalb folgte nach der Nominierung für die Tour auch die Teilnahme an der Vuelta. Dies ist im Starkollektiv bei Sky schon alleine ein Erfolg, der vielen anderen Top-Fahrern in der Mannschaft vergönnt blieb. Knees Stellenwert wird alleine schon dadurch deutlich. Für Chris Froome war er in diesem Jahr mit seiner Erfahrung unverzichtbar. In diesem Jahr war Froomes Bodyguard im Peloton auf jeden Fall ein Deutscher. Und die vielleicht wird das auch 2018 so sein. Einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag hat Kneesi bereits erhalten.

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Wo wird die Vuelta entschieden?

Am Samstag wird die dritte Grand Tours der Saison starten. Die Vuelta verspricht so Einiges. Es wird das letzte Rennen in der Karriere von Alberto Contador werden. Chris Froome will das Tour/Vuelta-Double holen. Sein Sky-Team wird mit seiner neuen riesigen Kommando-Zentrale für noch mehr Parkplatzprobleme vor den Team-Hotels sorgen und mit dem Angliru kehrt einer der steilsten Berge des Rennzirkus ins Programm zurück. All diese schönen Dinge werden wir wieder erleben. Zeit also mal einen kleinen Barista-Blick auf die wahrscheinlichen Schlüsseletappen zu werfen, die man sich besonders rot im Kalender vermerken sollte.

3.Etappe: Prades Conflent Canigó – Andorra la Vella (158.5km)

Die dritte Etappe? Schlüsseletappe? So früh? In diesem Jahr wird es so sein. Mit zwei Bergen der ersten Kategorie und einer zweiten Kategorie kurz vor dem Ziel wirkt dieses Teilstück vielleicht nicht so schwer. Allerdings muss man vor allen Dingen den Faktor beachten, dass alle Fahrer erst (mehr oder weniger) frisch ins Rennen starten. Wer noch schwere Beine hat oder die für viele Rundfahrtspezialisten übliche erste Woche zum einrollen braucht, könnte hier schon wichtige Zeit verlieren. Eine kleine Vorentscheidung könnte also bereits hier in Andorra fallen.

11.Etappe: Lorca – Calar Alto (187.5km)

Am Calar Alto erwartet die Fahrer die erste richtige Bergankunft. Davor gibt es bereits nach einer flachen Anfahrt einen weiteren Anstieg der ersten Kategorie. Am Anfang könnte auf dieser Etappe zudem der Wind eine entscheidende Rolle spielen. Ein Teilstück also, dass man bezüglich der Gesamtwertung auf keinen Fall unterschätzen darf.

15.Etappe: Alcalá la Real – Sierra Nevada-Alto Hoya de la Mora (129.4km)

Diese auf dem Papier kurze Etappe ist ein Biest. Bis zur ersten Kategorie geht es circa 45 Kilometer bergauf auch wenn nur die letzten 19 steilen Kilometer offiziell klassifiziert sind. Genauso sieht es beim Berg der ersten und der anschließenden Schlusssteigung der HC zum Alto Hoya aus. Eigentlich handelt es sich um einen 28 Kilometer langen Schlussanstieg der nur kurz unterbrochen wird und so wohl mit zu den längsten der Geschichte zählt. Schwächen darf man sich heute nicht erlauben im Kampf um das rote Trikot.

16.Etappe: Circuito de Navarra – Logroño (ITT – 40.2km)

Ein Einzelzeitfahren was genau nach dem Geschmack des großen Favoriten Chris Froome sein dürfte. Es ist relativ flach und sollte dem Briten gerade deswegen gegen seine härtesten Bergfloh-Konkurrenten helfen. Heute könnte eine endgültige kleine Vorentscheidung um den Gesamtsieg fallen.

20. Etappe: Corvera de Asturias – Alto de l’Angliru (117.5km)

Brutal, unmenschlich, unmöglich…viele Dinge wurden bereits über den steilen Schlussanstieg am Alto de l`Angliru gesagt. So legte David Millar 2002 kurz vor der Ziellinie symbolisch zum Protest seine Rennnummer ab, um die Organisatoren in ihre Schranken zu weisen. Eine große Show am Angliru ist uns einen Tag vor Schluss sicher. Der Krimi um den Gesamtsieg wird seinen Höhepunkt erreichen an einem der brutalsten Anstiege im Profiradsport.

In diesem Sinn…hasta luego an der Bar!

Euer Barista

 

Das Karussell beginnt sich zu drehen…

…noch wenige Tage sind es bis zum 01. August. Der große Tag an dem die ersten Transfers der neuen Saison definitiv bekannt gegeben werden dürfen. Wie in jedem Jahr sickern aber natürlich schon jetzt die ersten Wechsel durch. Zeit sich mal den heißesten Gerüchten zu widmen. Vor allem deshalb, weil so viele Top-Fahrer wie selten noch ohne Vertrag für 2018 dastehen.

Die Sprinter

Bei den Sprintern sitzen gleich mehrere Fahrer im Transferkarussell. Allen voran Marcel Kittel. Dessen Wechsel von Quickstep-Floors zu Katusha-Alpecin scheint beschlossene Sache zu sein. Bei Quickstep wird dadurch ein Platz frei. Heißer Kandidat soll Bryan Coquard von Direct Energie sein, der allerdings auch beim neuen Vital Concept-Team hoch im Kurs steht. Alexander Kristoff wird hingegen Katusha verlassen. Zunächst schien sein Wechsel zu Astana zusammen mit seinen Teamkollegen Michael Morkov und Marco Haller perfekt zu sein, jetzt soll allerdings UAE Emirates der neue Arbeitgeber des schnellen Norwegers sein. Lotto-Soudal soll sich gerüchteweise bereits frühzeitig nach einem potenziellen Ersatz für Andre Greipel umsehen, der sich im Herbst seiner Karriere befindet. Coquard und Caleb Ewan (Orica-Scott) werden hier gehandelt. Bereits zum ersten August soll Elia Viviani zu UAE wechseln. Der Italiener hat es wohl nur sehr schwer verdaut von Sky nicht für den Giro d`Italia nominiert worden zu sein.

Die Rundfahrer

UAE Emirates ist derzeit dank eines geschätzten Budgets von 30 Millionen Euro für die kommende Saison sehr aktiv auf dem Markt. Fabio Aru (Astana) und Daniel Martin (Quickstep-Floors) gelten als fast sichere Zugänge. Aru soll sogar einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben haben, um das Team bei den Grand Tours konkurrenzfähig zu machen. Aufgrund so viel interner Konkurrenz soll Louis Meintjes vor einem Wechsel zurück zu Dimension Data stehen. Mikel Landa ist der nächste große Name auf dem Transfermarkt. Die zweite Geige bei Sky will der Baske nicht mehr spielen und steht wohl kurz vor einem Wechsel zu Movistar. Sky soll sich im Gegenzug die Dienste des spanischen Zeitfahrmeisters Jonathan Castroviejo gesichert haben. Bei den Spaniern soll Nairo Quintana mit seinem Abgang trotz laufenden Vertrags liebäugeln. Astana und Sky sollen ihr Interesse bereits bestätigt haben. Zudem stehen die Teams bei Tour-Bergkönig Warren Barguil Schlange. Seit bekannt wurde, dass der Franzose trotz noch laufendem Sunweb-Vertrag einem neuen Umfeld gegenüber nicht abgeneigt sei, melden gleich mehrere Mannschaften Ambitionen an. Die französischen Teams Fortuneo-Oscaro und Vital Concept, sowie Astana und Sky sollen in vorderster Reihe stehen.

Die derzeit gefragtesten Talente auf dem internationalen Transfermarkt sind der Kolumbianer Egon Bernal und Baby-Giro-Sieger Pavel Sivakov. Beide scheinen sich bereits mit Sky über einen Wechsel verständigt zu haben. Bernal soll zudem bei Movistar und Sivakov bei BMC im Gespräch sein, für deren Development-Team er noch fährt.

Das Karussell dreht sich schneller. In ein paar Tagen werden einige Gerüchte dann wahrscheinlich Realität.

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Tour de Germany

Die Tour de France rollte in den vergangenen Wochenende durch Frankreich und so ganz heimlich wurde sie auch zur Tour de Germany. Ok gewonnen hat ein Brite mit Chris Froome, aber die deutschen Fahrer und Teams zählten zweifelsohne zu den Protagonisten. Warum?

11 der 21 Etappen und damit über die Hälfte gingen entweder an deutsche Fahrer oder Teams. Zudem wurden zwei der vier Wertungstrikots direkt oder leicht indirekt gestern auf dem Champs Elysees in deutsche Hände gegeben. Warren Barguil gewann die Bergwertung und sein Sunweb-Teamkollege Michael Matthews das grüne Trikot. Die deutsche Sunweb-Equipe steuerte zudem durch die beiden eben genannten Herren jeweils zwei Etappensiege bei. Auch das schwer von Stürzen und DER Disqualifikation von Peter Sagan gebeutelte Bora-Hansgrohe-Team steuerte zwei Etappensiege durch den Weltmeister und Maciej Bodnar im Zeifahren bei.

Der deutsche Erfolgslieferant war indes Marcel Kittel mit seinen insgesamt fünf Etappensiegen. Leider musste der Quickstep-Sprinter die Tour und damit den Kampf ums grüne Trikot aufgeben. Aber dafür sprang je dann der aussie-deutsche Bling Matthews ein. Leider konnten sich zudem die beiden Hoffnungen John Degenkolb und Andre Greipel in diesem Jahr nicht in die Siegerlisten eintragen. Dafür manövrierte Christian Knees jedoch seinen Captain Chris Froome zum Tour de France-Sieg.

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Was tun am Ruhetag?

Heute ist er gekommen. Und das sogar zum zweiten Mal im Verlauf von drei Wochen Tour de France – der zweite Ruhetag ist da und bricht den Tagesrhythmus des geneigten Radsport-Tifosis. Sechs bis sieben Stunden des Tages sind sonst fest verplant durch die Liveübertragung der Etappe und heute herrscht nichts als Tristesse. Was kann man also tun?

Selbst ist der Mann oder Frau

Rauf auf´s Rad! Für alle die ihren arbeitstechnischen Tagesrhythmus sowieso der Tour de France aungepasst haben und jetzt einen freien Nachmittag vor sich haben, sei eine Tour ans Herz gelegt. Statt nur vor dem Fernseher mitzuschwitzen, bietet sich heute die Gelegenheit selber ein wenig aktiven Radsport zu betreiben. Vielleicht ist genau das in den letzten Tour-Wochen ja zu kurz gekommen…

Twitter, Facebook und Co

Das Studium der sozialen Medien kann zumindest kurzweilig für Entspannung oder Tilgung der Langeweile sorgen. Da auch die Fahrer heute nicht viel zu tun haben, widmen sich eben diese heute noch intensiver als sonst ihren Twitter-, Facebook- oder Instagram-Accunts und versorgen uns mit allerlei Material. So viele in die Kamera lächelnde Helden der Landstraße in französischen Straßencafes bekommt man nur selten zu Gesicht wie es heute der Fall ist.

Mit Freunden fachsimpeln

Vielleicht sollte man sich auch selber einfach ins Cafe setzen und mit ein paar guten Freunden fachsimpeln. Schließlich wird man heute nicht vom in den letzten Tagen allzu spannenden Renngeschehen abgelenkt. Wer gewinnt die Tour? Schafft es Aru auch ohne Teamunterstützung?  Sollte Peter Sagan zumindest für die letzte Etappe in Paris wieder zugelassen werden? Heute kann man sich in aller Ruhe den wichtigen Themen widmen.

Putzen

Unter Umständen ist aber auch die eigene Radpflege zwischen Arbeitsalltag und abendlicher Ausfahrt ein wenig zu kurz gekommen. Schließlich hat ein Nicht-Tour-de-France-Tag sechs bis sieben Stunden mehr zu bieten. Heute sollte man sich also dem eigenen Ross ein wenig widmen und im die Liebe und Fürsorge zukommen lassen, die ihm in den letzten Tagen versagt geblieben ist.

Eine gute Nachricht gibt es auf jeden Fall…morgen geht es weiter mit der Grande Boucle und die Ruhetags-Tristesse hat ein Ende!

In diesem Sinne…au revoir und bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Von der Saga(n) bis Chambery

Was für eine Tour-Woche liegt dort hinter uns. Ellbogen, Stürze, ungeschriebene Gesetze, Zeitlimits…alles war vertreten…

Die Sagan-Saga

Für den großen Aufreger sorgte ein Fahrer der jetzt (leider) nicht mehr dabei ist. Der Rockstar des Radsports Peter Sagan musste die Tour nach seinem vermeintlichen Bodycheck gegen Mark Cavendish verlassen. Die Welt diskutierte dieses Thema. Lehnte sich Cav zuerst an den Weltmeister an? Wurde er überhaupt vom Ellbogen getroffen? Man könnte sich wochenlang auslassen. Für Sagan gilt es jetzt eher eine sinnvolle Beschäftigung während der noch unverhofften zwei Urlaubswochen zu finden und sich auf den bald erwarteten Nachwuchs im Hause des Weltmeisters zu freuen.

Bitte lächeln!

Vielleicht sollten sich die Fahrer demnächst angewöhnen bei der Zielpassage ihr schönstes Fotolächeln aufzusetzen. Gleich zwei Mal mussten die Kameras in der ersten Tour-Woche bedient werden, um den Sieger des Tages zu ermitteln. Marcel Kittel war gegenüber Edvald Boasson Hagen der erste Nutznießer. Warren Barguil versuchte es in Chambery mal damit zielsicher die Faust in die Luft zu reißen. Es war ein kurzer Moment der Freude denn auf dem Tagespodium stand am Ende Rigoberto Uran.

Gekämpft wird hinten

Während alle Augen auf dem Fight der Favoriten gerichtet sind, geht der richtige Kampf eher hinten ab. Das Zeitlimit war das große Thema der Chambery-Etappe und leider erwischte es gleich eine Vielzahl an Fahrern. Arnaud Demare hatte es am Vortag dank seiner Teamkollegen Mikael Delage und Ignatas Konovalovas noch geschafft, doch am Ende des vermeintlichen Königsetappe musste gleich das komplette FDJ-Trio die Segel streichen. Auch Juraj Sagan traf es, der berets am Vortag litt und die Etappe als Letzter beendet hatte. Matteo Trentin und Mark Renshaw verabschiedeten sich ebenfalls in den vorzeitigen Urlaub.

Das neue Traumpaar

Freunde fürs Leben werden Chris Froome und Fabio Aru nach der gestrigen Etappe wohl nicht mehr werden. Wieder einmal kann man über die ungeschriebenen Gesetze diskutieren und ob man einen Leader der Probleme hat angreifen sollte. Aru wusste angeblich von nichts als er unter Froomes gehobener Hand hindurch attackierte, der gerade sein Begleitfahrzeug wegen einem technischen Defekt rief. Richie Porte war es schließlich der zum Fairplay aufrief und später das Rennen wie auch Geraint Thomas, Robert Gesink und Manuele Mori nach einem Sturz verlassen musste.

Gönnen wir den Fahrern ihre Ruhe heute und freuen uns auf zwei weitere heiße Tour-Wochen!

In diesem Sinne…au revoir und bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

 

Vive la Düsseldorf

Es war die deutsche Radsport-Party des Jahres. Über eine Million Zuschauer erlebten den Grand Depart in Düsseldorf live an der Strecke. Und das trotz widrigen Wetterbedingungen. Gerade den deutschen Profis im Feld war anzusehen, wie besonders diese Kulisse für sie war.

Ob Rheinkniebrücke, Oberkasseler Brücke, Kö oder an der Messe im Start- und Zielbereich – es war kaum noch ein freier Platz zu finden. Tony Martin sagte nach dem Prolog, dass er teilweise seinen Funk nicht hören konnte, weil ihn die einheimischen Fans am Straßenrand feierten. Wer gedacht hatte, der Tour-Start in Deutschland würde ein wenig verhalten ablaufen, irrte gewaltig.

Auch am zweiten Tour-Tag war das Bild ähnlich. Ob am Start, in Erkrath, Meerbusch, Büttgen, Mönchengladbach oder Aachen…überall säumten tausende Tifosi die Strecke. Selbst in unbesiedelten Streckenabschnitten wurde am Straßenrand im Regen ein großes Radsportfest gefeiert.

Der Radsport in Deutschland lebt…schön war es!

Au revoir…und bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Die glorreichen 16

Speziell für 16 Fahrer wird am kommenden Samstag beim Grand Depart in Düsseldorf ein Traum in Erfüllung gehen. Denn diese Fahrer werden ihre Tour de France in der Heimat starten dürfen. Eine so große Anzahl deutscher Profis konnte schon lange nicht mehr beim größten Radsport-Event der Welt begrüßt werden. Grund genug mal einen Blick auf die Protagonisten zu werfen, deren Rollen und Ziele unterschiedlicher nicht sein könnten…

Bora und Katusha schicken deutsche Trios

Marcus Burghardt

Für Bora-Hansgrohe und Katusha-Alpecin werden jeweils gleich drei Fahrer aus der Heimat am Start stehen. Bei Bora dürfte vor allen Dingen der frischgebackene deutsche Meister Marcus Burghardt optisch herausstechen. Neben ihm wird der junge Rundfahrtenspezialist Emanuel Buchmann und der endschnelle Rudi Selig am Start stehen. Bei Katusha hegt insbesondere Tony Martin große Ziele. Das gelbe Trikot am ersten Tour-Tag in Düsseldorf soll her. Seine beiden Landmänner und Tour-Rookies Nils Politt und Rick Zabel werden primär als Helfer für den Sprintkapitän Alexander Kristoff im Einsatz sein.

Die beiden Sprintschwergewichte

Speziell in der ersten Tour-Woche werden auch wieder die beiden Sprintschwergewichte Marcel Kittel und Andre Greipel im Fokus stehen. Zudem will auch John Degenkolb bei den Entscheidungen auf flachem Terrain ein gewichtiges Wörtchen mitsprechen. Gerade Greipel kann sich durch Marcel Sieberg wieder wichtiger einheimischer Unterstützung sicher sein.

Sunweb und zwei gelbe Helfer

Das zweite deutsche Team im Bunde neben dem Bora-Rennstall ist das Team Sunweb. Dort werden mit Nikias Arndt und dem bereits zum Tour-Etappensieger gekrönten Simon Geschke zwei deutsche Profis starten. Die letzten beiden schwarz-rot-goldenen Profis unterscheiden sich höchstens aufgrund ihres Alters. Christian Knees und Jasha Sütterlin haben jedoch dieselbe Aufgabe zu erfüllen. Knees soll bei Sky seinen Captain Chris Froome beschützen und im flachen Terrain Tempo bolzen, während Tour-Debütant Sütterlin bei Movistar Tempobolzer für die Kapitäne Nairo Quintana und Alejandro Valverde ist. Zu diesen Fahrern gesellen sich Paul Martens und Robert Wagner, die beide von ihrem Team LottoNL-Jumbo in die Grand Boucle geschickt werden.

Egal welche Rolle diese glorreichen 14 ausführen werden. Alle erwartet wahrscheinlich der einzige Tour de France-Start in der Heimat. Auf das sie in Düsseldorf ein unvergessliches Erlebnis haben werden.

In diesem Sinne…au revoir und bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Die Tour kommt…

…immer näher und schon sehr bald ist Düsseldorf der Schauplatz des Radsports. Die Dauphine Libere, Tour de Suisse und Route du Sud sind vorbei und die Teammanager zerbrechen sich die Köpfe, welche neun Fahrer final für ihre Mannschaften am Start stehen werden.

Vor allem die deutschen Fahrer werden alles dafür tun, in diesem Jahr einen der heißbegehrten Plätze zu ergattern. Während einige einheimische Profis ihre Plätze fast sicher haben, zittern andere Jungs noch um ihre Teilnahme. So zum Beispiel Christian Knees, der gerne einen Platz im Starensemble von Sky haben würde. Die Zeichen stehen gut, den Kneesi durfte unlängst an den Recon-Fahrten an der Seite von Titelverteidiger Chris Froome in den französischen Alpen teilnehmen. Eine Maßnahme, die das Sky-Management nicht unternommen hätte, wenn der Rheinbacher nicht ein wirklich ernst zunehmender Kandidat wäre.

Eine ähnliche Rolle nimmt bei Movistar ein junger deutscher Fahrer ein. Jasha Sütterlin könnte wichtige Helferdienste für seine Kapitäne Nairo Quintana und Alejandro Valverde übernehmen. Heimlich, still und leise hat sich der Zeitfahrspezialist mit seinem großen Motor in den erweiterten Tour-Kader gefahren. Wir drücken die Daumen!

Andere können sich ihrer Teilnahme fast sicher sein. So zum Beispiel Tony Martin. Das Ziel ist klar definiert – gelbes Trikot nach dem Prolog in Düsseldorf. Ein gelbes Märchen im Herzen in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt würde uns sicherlich allen schmecken.

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista

Big T und das rosane Spannungsbarometer

Das rosane Spannungsbarometer schnellte gerade im Verlauf der letzten Woche des Jubiläums-Giros in ungeahnte Bereiche. Uns Tifosi wurde eine große Show und die vielleicht spannendste Grand Tour der letzten Jahre beschert.

Alles sah harmonisch aus und der große Tom Dumoulin schien durch nichts zu erschüttern zu sein. Doch das Rennen endet eben erst in Mailand. Wenn wenn dann auch noch ein unverhofftes menschliches Bedürfnis auf der Stelvio-Etappe Big T zu einem unverhofften Stop am Wegesrand zwingt, wird es nochmal richtig spannend. Nairo Quintana und Vincenzo Nibali vergaßen auf einmal, dass sie sich eigentlich nicht ganz so grün sind und hatten auf einmal in Dumoulin einen gemeinsamen Lieblingsgegner gefunden. So witterte auf einmal aus dem Schatten heraus Thibaut Pinot seine Chance. Wenn drei sich streiten, hätte sich beim Giro durchaus auch der Vierte freuen können. Dazu kam der nimmermüde Russe Ilnur Zakarin, den man bis zum Schluss nie abschreiben durfte.

Am Ende spielte Big T dann aber seine Stärken im letzten Zeitfahren aus und sicherte sich einen knappen 31-Sekunden-Vorsprung. Wenn das Spannungsbarometer der Tour de France ähnlich ausschlagen sollte, können wir uns auf ein noch größeres Radsportfest freuen. Man kann nur sagen Grazie Giro!

In diesem Sinne…bis die Tage an der Bar!

Euer Barista